< Der Hörgeräteakustiker auf dem Weg zur lokalen Marke - Teil 1

18.02.2013 Kategorie: Werbung für Hörgeräteakustiker

Der Hörgeräteakustiker auf dem Weg zur lokalen Marke - Teil 2

Die lokale Marke aufladen


Wie wir im ersten Teil bereits ausgeführt haben, bildet die Wiedererkennbarkeit durch einen einheitlichen und prägnanten Außenauftritt für den Hörgeräteakustikbetrieb die Basis auf dem Weg zur lokalen Marke.

Doch Wiedererkennbarkeit allein genügt nicht, denn eine Marke muss auch über ihr zugeschriebene, mit ihr assoziierte Eigenschaften verfügen. Zum besseren Verständnis wieder Beispiele aus unserem täglichen Alltag:

Erstes Beispiel:

Die Outdoorklamotten mit der Wolfstatze im Logo kennt fast jeder. Bereits bevor man das erste Produkt dieser Firma erworben hätte, ist bekannt, dass die Produkte nicht besonders preisgünstig sind, dennoch sehr hochwertig, modisch und vor allem extrem funktional, sprich damit friert man in der Wildnis nicht und wird wahrscheinlich auch nicht nass.

Zweites Beispiel:

Wer gern kocht, hat häufig ein ganzes Sammelsurium an Gerätschaften unterschiedlichster Herkunft im Haus. Häufig entsteht irgendwann der Wunsch, das ganze Geraffel mal gegen ein "richtig gutes" Besteck oder "anständige" Töpfe auszutauschen. Da kommt dann nur noch der Anbieter aus Süddeutschland mit den drei Buchstaben ins Haus. Die Preisunterschiede im Produktbereich für Küchengeräte sind immens, aber mal Hand aufs Herz, wann ist Ihnen jemals ein preiswerterer Topf kaputt gegangen?

Eine lokale Marke lädt sich, wenn sie nur lang genug besteht, mehr oder weniger von allein im lokalen Umfeld mit Assoziationen auf. Da gibt es den Nähmaschinenservice, der schon seit 130 Jahren vor Ort ist, absolut alles reparieren kann, aber bei dem man trotzdem vorsichtshalber nichts neu kauft, da die Produkte ebenso wie der Besitzer seit Jahren im dunklen Geschäft verstauben. Oder den Fleischer, dem man nachsagt, immer etwas mehr Fett in die Wurst zu tun, um eine bessere Marge zu erzielen, damit er sich wieder den neuesten Nobelschlitten vor die Tür stellen kann. Und natürlich der Friseur, der nur "Omafrisuren" schneiden kann, da ausschließlich ältere Damen zur Kundschaft gehören, die genau wegen der genannten Frisuren dort hingehen.

Man kann an den Beispielen erkennen, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, die Aufladung seiner eigenen lokalen Marke mit Assoziationen der Kunden sich selbst und der Zeit zu überlassen. Negative Assoziationen setzen sich darüber hinaus, ob begründet oder unbegründet, von allein viel nachhaltiger fest.

Ein besonderes Merkmal zugeschriebener Eigenschaften einer Marke ist erst einmal völlig subjektive Gültigkeit. Jacken mit der Wolfstatze halten möglicherweise nicht trockener und wärmer als vergleichbare Produkte, Töpfe vom Discounter können über ebenso gute Eigenschaften verfügen, wie die Produkte der führenden Marke. Und möglicherweise wartet der lokale Friseur seit Jahren auf junge Kundschaft, um zu zeigen, was er für modische Haarschnitte beherrscht.

Dennoch sind diese subjektiven, häufig ungeprüften Assoziationen bestimmend für die Entscheidungen von Konsumenten, denn sie sorgen für Sicherheit, bieten Pseudomerkmale für die Entscheidungsfindung in einem ansonsten ziemlich unübersichtlichen Marktumfeld. Will man jeden lokalen Friseur erst am eigenen Haupthaar prüfen, um zu wissen, was er/sie nun objektiv wirklich kann? Die meisten Menschen werden sich hier lieber auf ihre Assoziationen verlassen.

Die Aufgabenstellung für den lokalen Hörgeräteakustiker muss nun lauten, sich als lokale Marke aktiv mit den gewünschten Merkmalen aufzuladen. Diese Merkmale orientieren sich dabei sinnvollerweise an dem, was der gewünschte lokale Kunde von einem aus seiner Sicht optimalen Hörgeräteakustiker erwartet. Da gibt es sicher Eigenschaften, die sich auf alle Akustiker anwenden lassen, wie: Zuverlässigkeit, gute Produktqualität, Serviceorientierung usw.. Darüber hinaus gibt es jedoch Botschaften, die auf eine Spezialisierung im Markt abzielen, wie: kompromisslose Highend-Qualität ohne Preisrelevanz für anspruchsvolle Kunden oder im Gegenzug stets den besten Preis vor Ort mit günstigen Kampfpreisangeboten.

Entscheidend für eine erfolgreiche Markenkommunikation ist Stringenz. Diese bedingt eine Festlegung der durch Kommunikation zu erreichenden Ziele. Jede Form der Kommunikation nach außen wird diesem Ziel unterworfen. Dazu gehören neben der eigenen Werbung auch die Ausgestaltung der Geschäftsräume bis hin zur Bekleidung der Mitarbeiter. Übersetzt bedeutet dies ganz platt, wer als besonders preiswert assoziiert werden möchte, sollte es vermeiden, dass alle Mitarbeiter die Kunden in schwarzen Anzügen an Teakholztischen auf schwerem Teppich beraten.

Sollten Sie nun den Entschluss gefasst haben, an Ihrer lokalen Marke stärker arbeiten zu wollen als bisher, beraten wir Sie gern zu konkreten Möglichkeiten.


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